Schönes Steinhuder Meer

 

Du trägst ein viel fältig Gesicht, zeigst dich von allen Seiten.

Du bist so, wie du eben bist, seit ewigen Zeiten.

Und wölbt sich ganz in blau der Himmel hoch über dir,

dann funkelt das Wasser wie Geschmeide und es wird ganz eigen mir.

 

Doch drohen Wolken schwarz und grau, tief hängend am Himmel,

beginnt, -ich seh es ganz genau, der Tanz der Wellen,

welch ein Gewimmel!

Es peitscht der Wind sie vor sich her und krönt mit Schaum die

Wogen.

Dann kommt mit aller Macht daher, der Wettergott gezogen.

 

Doch lange währt er nicht der Spuk, beruhigt hat sich nun der Wind.

Lässt kleine Wellen noch zurück, munter hüpfend wie ein Kind.

Ich lieb dich so wie du bist, im steten "Auf und Nieder".

Das eine ist schon jetzt gewiss, ich sehe ich bald wieder.

 

 

                                                                                    ©  Rudi Schmeling